„Kleider machen Leute“ ist ursprünglich der Titel einer Novelle des Dichters Gottfried Keller aus dem Jahre 1874. Gleichzeitig ist die Aussage „Kleider machen Leute“ aber unabhängig vom Inhalt der Novelle Kellers eine Weisheit, die den meisten Menschen bekannt sein dürfte. Ihr Wahrheitsgehalt ist enorm, denn je nachdem was Mann oder Frau trägt, wird die eine oder andere Wirkung damit erzielt. Dieselbe Person sieht in einem Anzug völlig anders aus als in einem Blaumann. Die Wirkung, die mit Kleidern erzielt wird, ist nicht zu unterschätzen. In Kellers Novelle geht es um Schein und Sein, also wenn jemand ein bestimmtes Kleidungsstück trägt, wird er automatisch zu der Person, die er vermittelt zu sein. Auch das Benehmen ändert sich mit den Kleidern die man trägt. In Jogginganzug und Schlabberlook bewegt und gibt man sich völlig anders als im schicken Kostüm mit Pumps.
Die Mode und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, sind heutzutage fast unerschöpflich. Durch das Internet und die virtuelle Welt muss man für seine Kleider nicht mehr in die Stadt fahren und sich in überfüllte Kaufhäuser zwängen. Mode online zu kaufen ist weit verbreitet. Und je nach Hülle, die man bieten möchte, ganz nach dem alten Motto „Kleider machen Leute“ kann man die verschiedensten virtuellen Abteilungen ganz einfach betreten ohne sich erst die Füße wund zu laufen. Auch Schuhe kaufen ist auf diese Art und Weise möglich. Man lässt sich einfach alles nach Hause liefern, kann in Ruhe probieren und gegebenenfalls wieder zurückschicken. Schuhe kaufen ist jedoch besonders für Frauen ein besonderes Ritual, denn auch sie vermitteln viel über die Trägerin und was sie gerne sein möchte, daher kaufen die meisten Frauen ihre Schuhe noch immer eher klassisch im Schuhgeschäft.
Mode online zu kaufen wird aber immer beliebter.Erst recht, weil die Auswahl einfach wesentlich größer ist und man nach Lust und Laune zu jeder Tages- und Nachtzeit bestellen kann.
Insgesamt lässt sich sagen, dass der alte Spruch „Kleider machen Leute“ noch immer seine Gültigkeit hat, ihn immer haben wird. Aber die Art, wie er zur Erfüllung gebracht wird, ist heute wesentlich einfacher als das früher der Fall war.